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Ich habe erlebt, wie eine mittelgroße Kanzlei sanktioniert wurde, nachdem sie das Volumen des Review-Prozesses um das Dreifache unterschätzt und eine Discovery-Frist versäumt hatte. Die böse Überraschung auf der Rechnung: Export- und Archivierungsgebühren, die nie eingeplant waren. Vermeiden Sie dieses Schicksal. Nutzen Sie diesen 4-Schritte-eDiscovery-Kostenrechner, um vorhersehbare eDiscovery-Abrechnungen über verschiedene Fälle hinweg in 2026 zu gewährleisten.

Die Preisgestaltung für eDiscovery-Software hängt von drei Faktoren ab: Datenvolumen (GB), Anzahl der Nutzerplätze und Funktionsumfang. Die meisten Interessenten vergleichen Abrechnung pro GB (Pay-as-you-go) mit Abonnementmodellen. Die folgende Anleitung hilft Ihnen, Daten zu schätzen, Nutzer zu zählen, Funktionen auszuwählen und Modelle zu vergleichen—basierend auf durchschnittlichen eDiscovery-Kosten und realen Marktpreisspannen.

Die Definition von eDiscovery-Software: ein digitales Hilfsmittel, das Jurist:innen dabei unterstützt, elektronische Beweismittel wie E-Mails, Dokumente oder Chats zu finden, zu prüfen und zu organisieren. Es macht das Suchen schneller und präziser. Kanzleien und Rechtsteams nutzen sie im Rahmen von Verfahren.

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Warum ist eDiscovery wichtig?

eDiscovery ist aus der modernen Rechtsarbeit nicht mehr wegzudenken, da die meisten Beweise digital sind. Es spart Zeit, senkt die Kosten und stellt sicher, dass nichts Wichtiges übersehen wird.

  • Beschleunigt das Auffinden wichtiger digitaler Dateien
  • Reduziert manuellen Aufwand und Fehler
  • Hilft Rechtsteams, Gerichtstermine einzuhalten
  • Stellt die Einhaltung rechtlicher Vorgaben sicher
  • Verbessert die Fallstrategie durch strukturierte Beweismittel
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Berechnung & Überlegungen zur Preisgestaltung von eDiscovery-Software

Ich habe mit eDiscovery-Software genug Erfahrung, um die versteckten Kosten und entscheidenden Faktoren zu kennen, die Ihr Budget beeinflussen können. Im Folgenden zeige ich Ihnen die gängigsten Preismodelle, worauf Sie achten sollten und wie Sie die tatsächlichen Kosten berechnen — damit Sie für Ihre Kanzlei fundierte Entscheidungen treffen können.

Schritt 1: Schätzen Sie Ihr eDiscovery-Datenvolumen (GB)

Bevor Sie die Kosten kalkulieren können, brauchen Sie eine realistische Einschätzung, wie viele Daten in den eDiscovery-Prozess gelangen. Das Datenvolumen ist die Grundlage fast aller Preismodelle, und selbst kleine Fehlkalkulationen können die Kosten später in die Höhe treiben.

Zählen Sie Ihre Custodians

Ermitteln Sie zunächst die voraussichtlichen Datenhalter—Mitarbeitende, Führungskräfte und Fachleute. Multiplizieren Sie die Anzahl der Custodians mit einer durchschnittlichen Datenmenge pro Person. Unterschätzen Sie diesen Punkt nicht: Alte E-Mail-Postfächer und Legacy-PSTs können den Gesamtumfang rasch wachsen lassen.

  • Identifizieren Sie die möglichen Datenhalter (Mitarbeitende, Führungskräfte, Expert:innen).
  • Multiplizieren Sie mit einem durchschnittlichen Datenvolumen pro Custodian.
  • Postfächer und Dokumentenspeicher addieren sich meist schneller, als man erwartet—insbesondere mit alten PST-Dateien.

Unterscheiden Sie Datentypen

Teilen Sie Ihre Schätzung in E-Mails, Dokumente, Chat (Teams/Slack) und gemeinsame Netzlaufwerke auf. Gerade Chat-Plattformen können erhebliche Datenmengen verursachen, da hier häufig Anhänge, Inline-Bilder und umfangreiche Metadaten gespeichert werden.

  • E-Mail, Dokumente, Chat (Teams/Slack), gemeinsame Laufwerke.
  • Chats treiben das Volumen oft durch Anhänge, Inline-Bilder und Metadaten in die Höhe.

Ordnen Sie Volumen den Kostenkomponenten zu

Zwei hauptsächliche Preistreiber sind entscheidend:

  • Processing (einmalige Datenaufnahme): $35–$75 pro GB
  • Hosting (wiederkehrende Speicherung): $5–$12 pro GB pro Monat

Das Paradoxon: Während Cloud-Speicherpreise jährlich um 2–5 % sinken, steigen die Aufpreise für KI-gestützte Reviews kontinuierlich.

Schnelle Basisrechnung

Grundkosten = (Processing-Rate × GB) + (Hosting-Rate × GB × Monate)

Danach fügen Sie Benutzerplätze, erweiterte Funktionen und alle fallspezifischen Dienstleistungen hinzu.

💡 Profitipp: Geben Sie Ihre erwartete Anzahl von Custodians und die durchschnittliche Datenmenge in eine einfache Tabelle ein. Schon grobe Zahlen verschaffen Ihnen einen starken Vorsprung bei der Budgetplanung und dem Vergleich von Anbietern.

Schritt 2: Zählen Sie die Benutzerplätze Ihres Teams

Nach dem Datenvolumen ist die nächste größte Kostenquelle im eDiscovery die personelle Besetzung. Lizenzgebühren für Benutzerplätze können sich mit Speichergebühren messen, insbesondere bei großen oder langwierigen Verfahren. Deshalb ist es entscheidend, genau zu erfassen, wer Zugang benötigt – und auf welcher Stufe – um unnötige Ausgaben zu vermeiden.

Wer braucht Zugang?

Beginnen Sie damit, die Rollen aufzulisten, die Logins benötigen: Anwälte, Vertragsprüfer, Paralegals, Experten und Falladministratoren. Nicht jeder braucht vollen Zugang, aber übersehene Spezialisten oder externe Berater können zu kurzfristigen Überraschungen führen.

Rollenstufen

Anbieter unterscheiden oft zwischen Lizenztypen, wie Prüfer, Administratoren und Projektmanager. Jede Stufe bringt eigene Kosten oder Paketangebote mit sich, und höherwertige Plätze beinhalten manchmal erweiterte Funktionen wie Stapelcodierung oder Produktionstools.

Auswirkung des Preismodells

  • Abonnementmodell: Häufig ist ein festes Bundle an Benutzerplätzen enthalten; zusätzliche Plätze können als Add-ons erworben werden.
  • Pro-GB-Modell: Berechnet typischerweise einen niedrigeren Grundpreis für Speicher, verlangt Nutzergebühren aber separat. Dieses Modell eignet sich besonders, wenn Ihr Prüferteam schlank bleibt.

Schnelle Überschlagsrechnung

Zwischensumme für Plätze = Rolle × Anzahl Plätze × Gebühr pro Platz.

Mit dieser einfachen Berechnung können Sie Anbieter schnell vergleichen und erkennen, wie sich unterschiedliche Teamstrukturen auf Ihr Budget auswirken.

💡 Profitipp: Planen Sie nicht nur für das heutige Team: Berücksichtigen Sie Wachstum. Schon das Hinzufügen von nur wenigen Prüfern während eines laufenden Falls kann Ihre monatlichen Lizenzkosten um Tausende Dollar erhöhen.

Schritt 3: Wählen Sie Ihr Funktionsniveau (und notieren Sie TAR-Gebühren)

Funktionen können — wenn Sie nicht aufpassen — im Gesamtpreis unauffällig Speicher und Benutzerplätze übersteigen. Viele Teams unterschätzen, wie Zusatzpakete wie Analytik oder KI-gestützte Prüfwerkzeuge abgerechnet werden und erleben dann mitten im Verfahren unerwartete Gebühren.

Das Wesentliche

Mindestens benötigen Sie grundlegende Funktionen wie Dokumentenprüfung, Suche, Verschlagwortung und Produktionen. Diese sind meist im Basispreis der Plattform enthalten und bilden das Fundament jedes Falls.

Die Zusatzkräfte

Erweiterte Tools wie Technology-Assisted Review (TAR), Predictive Coding, Konzeptclustering und Analysetools können die Prüfzeiten drastisch senken — kommen aber mit unterschiedlichen Preismodellen. Manche Anbieter integrieren TAR in Abos, andere berechnen pro GB oder sogar minutengenau nach Nutzung.

Die Extras

Komfortfunktionen wie Projektmanagement, forensische Datenerhebung, individuelle Integrationen, erweiterte Schwärzung oder Experten-Hosting erhöhen die Ausgaben weiter. Sie sind mächtig, sollten aber gut eingeplant werden — besonders, wenn nicht jede Funktion für Ihren Fall relevant ist.

Behalten Sie Ihre Funktions-Zwischensumme im Blick

Halten Sie Ihre gewählten Funktionen als eigene Position fest, damit Sie Anbieter direkt vergleichen können. Wenn Sie mit Gen-AI-Funktionen wie Zusammenfassungen, Frage-Antwort oder Klassifizierung experimentieren, dokumentieren Sie alle Gebühren pro Dokument oder pro Anfrage separat, um böse Überraschungen zu vermeiden.

💡 Profitipp: Testen Sie neue KI- oder Analysetools zunächst an einem Daten-Teilmengenpilot, bevor Sie sie breiter einsetzen. So können Sie ihren Einfluss auf Effizienz UND Kosten einschätzen, bevor Sie sich festlegen.

Schritt 4: Vergleichen Sie Pro-GB- mit Abonnement-Preisstrukturen

Das Herzstück der eDiscovery-Preisgestaltung liegt im Modell, das Sie wählen. Ob Sie pro GB zahlen oder ein Abonnement abschließen, die jeweiligen Vor- und Nachteile haben großen Einfluss auf Vorhersagbarkeit, Flexibilität und Gesamtausgaben.

Zahlung nach Nutzung (Pro-GB)

Rechnungsformel = (Bearbeitung × GB) + (Hosting × GB-Monate) + (Benutzergebühren) + (Funktionsgebühren) + (Sonstige Gebühren).

Ideal für sporadische oder unvorhersehbare Verfahren, kleine Prüferteams oder Fälle mit stark schwankendem Datenvolumen.

Abonnement (Pauschale mit Grenzen)

Rechnungsformel = Feste Jahresgebühr + Überziehungsgebühr (wenn Volumen- oder Nutzergrenzen überschritten werden).

Ideal für regelmäßige, großvolumige Streitfälle, bei denen Kostenplanbarkeit entscheidend ist und Sie die Grenzen realistisch einschätzen können.

Frühzeitig versteckte oder variable Kosten offenlegen

Sehen Sie nicht nur auf die Grundpreise – klären Sie Zusatzleistungen wie:

  • OCR und erweiterte Schwärzung
  • Datenexport/-download und Datenbereitstellungen
  • Inaktive oder archivierte Fallaufbewahrung
  • AI-Review- oder Gen-AI-Zuschläge
  • Sammlungen, Migrationen und individuelle Berichte

eDiscovery-Software-Beispielfall: 200 GB, 6 Monate, 15 Benutzerplätze

KostenkomponenteFormelSchätzung
Verarbeitung200 GB × $35–$75/GB$7,000–$15,000
Hosting200 GB × 6 Monate × $5–$12/GB-Monat$6,000–$14,400
BenutzerplätzeRolle × Anzahl Benutzerplätze × PlatzgebührAddiere deinen Zwischensumme (S)
Features/TARAbhängig vom Modell des Anbieters (pauschal, pro GB oder gestaffelt)Addiere deinen Zwischensumme (F)
Weitere GebührenExporte, OCR, Archivierung usw.Hinzufügen (H)

Schätzung nach Per-GB-Modell = $13,000–$29,400 + S + F + H

Abonnement-Modell = Pauschale Jahresgebühr + Aufpreis (falls du das enthaltene GB-/Platz-Kontingent überschreitest)

Das Abonnement rechnet sich, wenn dein erwarteter Bedarf an GB-Monaten und Benutzerplätzen konstant nahe an der Obergrenze bleibt. Das Per-GB-Modell eignet sich besser, wenn du nur gelegentlich Ausreißer hast oder dein Review-Team schlank halten kannst. Um das formal zu machen: Setze Gesamtkosten Per-GB = Gesamtkosten Abonnement und löse für GB-Monate und Benutzerplätze mit Angeboten der Anbieter.

💡 Profi-Tipp: Bitte Anbieter, denselben Fall mit beiden Modellen zu kalkulieren. Die Gegenüberstellung deiner eigenen Zahlen ist der schnellste Weg, um zu erkennen, welche Preisstruktur zu deinem Risikoprofil passt.

Eine der häufigsten Fragen, die ich von Kanzleien und Rechtsabteilungen erhalte, ist: „Was sollten wir für eDiscovery zahlen?“ Die Antwort hängt natürlich von Volumen, Umfang und Anbieter ab – aber es gibt verlässliche Benchmarks. Das können die meisten Käufer im Jahr 2026 erwarten:

  • Verarbeitungskosten: Typischerweise zwischen $35 und $75 pro GB, einmalig bei der Erfassung berechnet. Enthält Deduplikation, Indizierung und grundlegende Dateiaufbereitung. Manche Anbieter bieten eine leichte Vorverarbeitung gratis an, aber eine vollständige Verarbeitung (besonders bei nativen Dateien oder Multimedia) bleibt kostenintensiv.
  • Hostingkosten: Rechne mit $5 bis $12 pro GB und Monat für aktive Falldaten. Möglichkeiten für kalte Ablage (Archivierung) tauchen inzwischen in Preislisten auf, aber Vorsicht – nicht alle Anbieter machen Archivpreise von Anfang an transparent.
  • Benutzerplätze (“Seats”): Diese variieren stark. Anbieter bündeln oft eine fixe Anzahl an Reviewer-, Admin- und Projektmanagement-Rollen, Nachbuchungen werden jedoch schnell teuer. Prüfe, wie ein “Benutzerplatz” definiert ist und ob temporärer Zugang auf die Lizenz angerechnet wird.
  • TAR- & AI-Preise: Einige Plattformen enthalten tech-unterstütztes Review (TAR), Analytik und inzwischen auch generative KI in den Standard-Abos. Andere berechnen sie separat – je nach GB, Dokumentenzahl oder Rechenzeit. Stelle sicher, dass du verstehst, wie diese Tools abgerechnet werden, gerade wenn du größere Reviews oder frühe Fallbewertungen planst.
  • eDiscovery-Zertifizierung: Ich beobachte, dass immer mehr Kanzleien spezialisierte Trainings für eDiscovery-Tools und -Prozesse priorisieren. Diese Zertifikate belegen nicht nur technisches Können, sondern zeigen auch Compliance-Bereitschaft und machen die Fachkräfte auf dem wachsenden Legal-Tech-Markt wettbewerbsfähiger.
  • Trendbeobachtung für 2026 und darüber hinaus: Die Speicherpreise sinken dank höherer Effizienz in der Cloud leicht. Die wirklich spannenden Entwicklungen finden sich aber bei der Rechenleistung: Anbieter setzen zunehmend Zuschläge für Analytik, TAR und Gen-AI-Features an. Es wird deutlich, dass diese mächtigen Tools nicht länger „im Paket“ enthalten sind.

Meine eDiscovery-Software: Kosten-Checkliste

Wenn ich eine eDiscovery-Software für meine Kanzlei oder einen Mandanten beurteile, gehe ich immer diese Checkliste durch:

  • Wie viele GB und Benutzerplätze sind zu Beginn inklusive?
  • Wie sehen die Nachbuchungspreise für Speicher, Nutzer und Funktionen aus?
  • Wie wird TAR/KI abgerechnet – enthalten, nach Dokument oder nach Rechenzeit?
  • Fallen Export- oder Produktionsgebühren an, um die Daten wieder herauszubekommen?
  • Wie sieht die Archivpreisstruktur nach Abschluss eines Falls aus?
  • Welche Support SLAs gibt es – 24/7 oder nur während der Geschäftszeiten?
  • Welche Migrationsbedingungen gelten, falls später ein Anbieterwechsel nötig wird?

Es gibt keine pauschale Lösung – aber wenn du Anbieter nach diesen Kriterien vergleichst, erkennst du schnell, wo die tatsächlichen Kosten (und der Mehrwert) liegen.

eDiscovery Software Preis-FAQ

Hier sind einige Fragen, die mir häufig zu den Kosten für eDiscovery Software und weiteren Implementierungsüberlegungen gestellt werden.

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